
Colin vor seinem GT-Masters-Debüt
Das ADAC GT Masters startet kommendes Wochenende am Red Bull Ring in Österreich in die neue Saison. Erstmals mit dabei ist der niedersächsische Rennfahrer Colin Bönighausen. Der Isernhagener glänzte mit der zweitschnellsten Zeit bei den offiziellen Tests.
Mit der Startnummer 41 im Team von razoon – more than racing wird Colin in diesem Jahr versuchen, gleich in seiner Debütsaison im ADAC GT Masters vorne mitzumischen. Gemeinsam mit Leo Pichler (24, aus Österreich) teilt er sich den rot-weißen Porsche 911 GT3 R. „Mit meinem Teamkollegen Leo verstehe ich mich super, zudem bringt er wertvolle Erfahrung mit.“ Das Duo tritt gegen 26 weitere Fahrer aus 15 verschiedenen Nationen an. Bönighausen über die Konkurrenz: „Das ADAC GT Masters ist so international besetzt wie nie zuvor, die Qualität des Starterfelds ist enorm. Nach den Tests ist es schwer einzuschätzen, wer vorne liegt, da niemand weiß, wer mit wie viel Gewicht im Auto unterwegs war“, so der 21-Jährige.
Bei den offiziellen Testfahrten in der vergangenen Woche am Red Bull Ring überzeugte Neueinsteiger Bönighausen auf Anhieb: Hinter BMW-Pilot Sandro Holzem belegte er mit nur 0,103 Sekunden Rückstand Rang zwei. „Das war ein super Einstand fürs Team. Ich bin rund 50 Runden gefahren und habe wieder viel über das Auto gelernt.“ Teamkollege Pichler lag nur knapp dahinter. Im Vergleich zur für Bönighausen bekannten Cup-Version des Porsche 911 ist die Technik im GT3 deutlich komplexer: „Man kann im Auto Feineinstellungen für ABS, Traktionskontrolle und seit diesem Jahr auch für die Motorbremse vornehmen. Über einen Stint hinweg passt man das Auto so an Reifenverschleiß und andere Faktoren an.“
Für Christoph Huber, razoon – more than racing-Teammanager, ist das Ziel klar: „Wir wollen auf jeden Fall aufs Podium und nach Möglichkeit bis zum Schluss um die Meisterschaft kämpfen – auch wenn dafür natürlich alles zusammenpassen muss. Wir werden unser Bestes geben!“ Am Donnerstag vor dem ersten Rennwochenende steht eine weitere Testmöglichkeit auf dem Programm, bei der auch die wichtigen Boxenstopps und Fahrerwechsel trainiert werden. „Hier gilt es, Routine zu entwickeln“, so Colin, der gewohnt cool auf sein Debüt blickt.
Von den insgesamt sechs Rennwochenenden der Saison 2026 werden vier als Sprint-Events (Red Bull Ring, Zandvoort, Nürburgring und Hockenheimring) sowie zwei als Endurance-Veranstaltungen (DEKRA Lausitzring und Salzburgring) ausgetragen. Der TV-Sender Sport1 überträgt die Sonntagsrennen in der Regel live und zeigt im Vorfeld eine kurze Highlight-Zusammenfassung des Samstagslaufs. Darüber hinaus werden alle Rennen live auf sport1.de, Joyn, ServusTV On sowie auf youtube.com/adacmotorsports gestreamt. Die Übertragungen sind live und on-demand in mehr als 150 Territorien weltweit verfügbar, was die Wertigkeit der weltweit ältesten GT3-Rennserie nochmals unterstreicht.
Foto: ADAC Motorsport & Gruppe C