
Runde 3 im ADAC GT Masters: Ausdauer gefragt
Niedersachse Colin Bönighausen steht dieses Wochenende am Lausitzring am Start. Zum ersten Mal geht es für den Piloten von razoon – more than racing über die längere Distanz von 80 Minuten.
Das dritte Rennwochenende des ADAC GT Masters wird erneut im Rahmen der DTM ausgetragen. Dieses Mal ist der DEKRA Lausitzring Schauplatz des Geschehens. Die Rennstrecke in Brandenburg bietet nicht nur eine riesige Haupttribüne, sondern ist auch von einem Ovalkurs umgeben, der teilweise auch von Colin Bönighausen und seinen Mitstreitern befahren wird. „Die Strecke ist auf jeden Fall einzigartig und nicht wirklich mit anderen Strecken zu vergleichen“, so Colin, der zuletzt vor drei Jahren in der Lausitz am Start stand. Die Erinnerungen daran sind gut – damals gab es das erste Podium im BMW M2 Cup.
Auf dem ehemaligen Tagebaugelände bereiten vor allem Bodenwellen im ansonsten ebenen Infield des Ovals den Ingenieuren Kopfzerbrechen, wenn es darum geht, das beste Setup zu finden. Gesprächsthema vor dem Wochenende ist zudem die angekündigte Hitzewelle mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius. Colin sagt: „Das Fahren wird dadurch noch anstrengender, im Auto ist es kochend heiß.“ Der 21-Jährige, der auch schon Marathon gelaufen ist, profitiert gegenüber seinen Gegnern von seiner körperlichen Fitness. „Es wird aber noch mehr darum gehen, auf die Reifen zu achten.“
Das dritte Rennwochenende im ADAC GT Masters 2026 steht zudem ganz im Zeichen des Endurance-Formats. Zum ersten Mal in diesem Jahr dauern die beiden Rennen jeweils 80 Minuten. Dabei muss zweimal der Fahrer gewechselt werden, einmal können auch die Reifen gewechselt werden. Bönighausen cool wie immer: „Wie immer geht es darum, Nervenstärke zu zeigen.“
Ab Freitag sind dann auch Colins Verlobte und seine Mutter vor Ort, um die Daumen zu drücken. Nach dem ersten Sieg beim Auftakt in Spielberg und weiteren Spitzenplätzen in Zandvoort wollen Colin und sein Teamkollege Leo Pichler zeigen, dass auch sie in der Meisterschaft ein Wörtchen mitzureden haben.
Die Rennen im Livestream auf dem YouTube-Kanal von ADAC Motorsport.
Foto: Axel Weichert