24-Stunden-Premiere mit Turbulenzen

24-Stunden-Premiere mit Turbulenzen

Colin Bönighausens (Team razoon – more than racing) erstes 24-Stunden-Rennen verlief äußerst turbulent. Der Langstrecken-Rookie behielt jedoch die Kontrolle und freute sich über sein erstes Finish beim Klassiker.

Autoparade, Grid Walk, ein großes Feuerwerk und sogar Kamele – beim ersten großen Langstrecken-Event der Motorsportsaison gab es auch abseits der Strecke einiges Neues für Colin Bönighausen zu erleben. Der 20-jährige Niedersachse ließ sich von dem Spektakel jedoch nicht beeindrucken und konzentrierte sich wie gewohnt auf seinen Job: schnell Auto zu fahren. Im Qualifying setzte Bönighausen als Viertschnellster seiner Session die Bestzeit des Teams. Dafür gab es Lob von den Ingenieuren des österreichischen Teams von razoon – more than racing.

Auf dem Dubai Autodrome in der Dubai Motor City ging es nicht nur wegen der tagsüber gemessenen Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius heiß her. Durch die verschiedenen Fahrzeugtypen und Fahrerqualitäten kam es immer wieder zu kleineren Kollisionen, ungewohnt häufigen Defekten und Fehlern der Teams. Auch Bönighausens Porsche 911 GT3 Cup erwischte es nach Einbruch der Nacht: „Nachdem wir planmäßig die Bremsen gewechselt hatten, bin ich wieder auf die Strecke gegangen und habe auf der Gegengeraden einen Reifen verloren.“ Die Ursache war eine nicht richtig angezogene Radmutter. Colin weiter: „Das darf natürlich nicht passieren, kann aber passieren – wir sind alle nur Menschen. Gerade bei einem 24-Stunden-Rennen sind die Mechaniker über Tage hinweg gefordert.“ Colin bewies auch in dieser gefährlichen Situation sein Talent und brachte den Wagen sicher zurück an die Box, wo die Reparatur schnell durchgeführt werden konnte. „Das passierte an diesem Wochenende auch einigen Top-Teams – einige sind sogar deswegen komplett ausgefallen.“ Dabei war Colins erster Stint am Nachmittag noch sehr gut verlaufen, der „Teamleader“ übergab auf der aussichtsreichen dritten Stelle an seine Teamkollegen.

Auch mit der Dunkelheit kam Colin bestens zurecht: „Die Beleuchtung war ziemlich gut. Auch im Verkehr habe ich mich gut zurechtgefunden – nur in der Nacht waren einige Piloten etwas verwirrt unterwegs, da musste man vorsichtig sein.“ Um die schwächeren Rundenzeiten der Amateurfahrer im Team auszugleichen, stellte Razoon die Taktik für die Nacht um: Die „Pros“ – Colin, sein Ex-Carrera-Cup-Kollege Senna van Soelen sowie Daniel Drexel – hatten sich die Nacht aufgeteilt, um den Wagen auf Podestkurs zu bringen. „Das wäre auf alle Fälle möglich gewesen“, ist Colin sicher.

Doch das Glück war erneut nicht auf ihrer Seite: „Diesmal ist ein Splint an allen Rädern kaputtgegangen – ein Reparaturstopp war unausweichlich. Damit waren wir jedoch aus dem Rennen um einen Spitzenplatz.“ Immerhin schaffte es der Razoon-Porsche zurück auf die Strecke. Colin konnte seine geplanten vier Stints absolvieren und fuhr dabei konstant die besten Zeiten im Team: „Ich nehme auf jeden Fall mehr Positives als Negatives mit nach Hause.“ Das Team beendete das Rennen nach 24 Stunden unter den gegebenen Umständen mit einem guten neunten Klassenrang.

Für Colin war das Wochenende damit aber noch nicht vorbei: Anschließend ging es zur AEEDC, der größten Konferenz und Ausstellung für Zahnmedizin der Welt. Im Dubai World Trade Centre sorgte Colins Partner SEMLINGER 3D Printing and Milling für Aufsehen: Der Original-Rennwagen vom Wochenende – inklusive Patina – war auf dem Messestand der Hingucker. Colin stand den interessierten Besuchern Rede und Antwort, einige nutzten sogar die Gelegenheit ins Cockpit zu steigen und sich kurz wie echte Rennfahrer zu fühlen.

Kontaktdaten


Satuday: 10am to 2pm
Am Ortfelde 59 30916 Isernhagen
+ (123) 124-567-8901 + (123) 124-567-8901
grandprix@qodeinteractive.com grandprix@qodeinteractive.com
CJB - OFFICIAL WEBSITE